Bilanzen

Bilanzen

Der Deutsche Werberat hat am 2. April seine Bilanz für das Jahr 2019 veröffentlicht. Danach ist die Anzahl der an den Werberat zur Prüfung herangetragenen Werbemaßnahmen um etwa 13 Prozent gestiegen. Ebenso wie die Zahl der darauf verteilten Einzelbeschwerden, die einen neuen Höchststand von 3.636 im Gegensatz zum Vorjahr mit 1.235 Beschwerden erreichte. Dies begründete sich in fünf Werbemaßnahmen, auf die etwa ein Drittel aller Beschwerden entfielen. Allein zu der Online-Werbemaßnahme eines Smoothie-Herstellers gingen über 850 Beschwerden ein.

„Die Beschwerdezahlen haben 2019 erneut zugenommen, der Werberat wird als Beschwerdestelle weiter gut von der Öffentlichkeit angenommen. Er ist die Anlaufstelle für Beschwerden aus der Bevölkerung über Werbeinhalte und fungiert als Mittler zwischen Wirtschaft und Verbrauchern. Bürgerinnen und Bürger können sich an den Werberat wenden, wenn kommerzielle Kommunikation zwar rechtlich nicht zu beanstanden ist, aber aus anderen Gründen als unangemessen empfunden wird. Dem Werberat ist es wichtig, in einen Dialog mit den werbenden Unternehmen einzutreten und die Sichtweise der Beschwerdeführer darzulegen. Wir können hier eine große Bereitschaft zur Kooperation mit der Selbstkontrolleinrichtung der Werbewirtschaft feststellen, wie die Beschwerdebilanz 2019 erneut belegt. Aber auch die Beschwerdeführer sind durchaus bereit, andere Sichtweisen anzuerkennen.“ , so Katja Heintschel von Heinegg, Leiterin des Deutschen Werberats, zur Beschwerdebilanz 2019.

Details zur Bilanz des 1. Halbjahres 2019

Ausführliche Informationen zur Bilanz des ersten Halbjahres 2019 finden Sie hier:

Auch interessant: Ein Blick in die Spruchpraxis der Vergangenheit

Hier sind zahlreiche Beschwerdefälle aus viereinhalb Jahrzehnten zusammengestellt, die einen Überblick über die Vielfalt der Beschwerdemotive und die dazu ergangenen Entscheidungen vermitteln.